Wofür werden Kondensatoren eingesetzt?

Aus: Elektronik 101, werde wahrscheinlich zukünftiges Vorlesungsmaterial daraus verwenden

Kondensatoren speichern letztendlich Ladung. Man kann viele Dinge mit Kondensatoren machen.

Kondensatoren eignen sich hervorragend für elektronische Filter – um unerwünschte Frequenzen herauszufiltern.

Ein Tiefpassfilter – niedrige Frequenzen werden am Ausgang angezeigt, hohe Frequenzen werden herausgefiltert.

Ein Hochpassfilter – hohe Frequenzen werden am Ausgang angezeigt, niedrige Frequenzen werden herausgefiltert.

Zusammen mit einer Spule bilden sie einen Resonanzkreis, der nur einen schmalen Frequenzbereich abschirmen oder sogar eine einzelne Frequenz stark verstärken kann.

Ein Bandpassfilter, der nur bestimmte Frequenzen durchlässt.

Kondensatoren werden häufig zur Stabilisierung eines Netzteils eingesetzt – da sie einen Nebenschluss zum Wechselstrom bilden, den Gleichstrom aber nicht beeinflussen, verwendet man für ein stabiles Netzteil Kondensatoren, um Störungen zu unterdrücken und so eine gleichmäßige Gleichspannung am Ausgang zu gewährleisten.

Das Einschwingverhalten eines RC-Schaltkreises ist auch für Zeitmessungen äußerst nützlich.

Einschwingverhalten eines RC-Schaltkreises

Da es eine vorhersehbare Zeitspanne benötigt, um eine bestimmte Spannung zu erreichen, kann es zur Zeitsteuerung elektronischer Schaltvorgänge verwendet werden.

Die Ein- und Ausschaltzeit werden durch den Kondensator und zwei Widerstände in der oben gezeigten Zeitschaltschaltung festgelegt.

Da sie Ladung speichern, können sie auch als Teil eines Systems zur Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom verwendet werden.

Ohne den Kondensator sieht das Signal nicht wie eine gewellte Gleichspannung aus, sondern wie eine Sinuswelle, bei der der untere Teil nach oben gekippt ist.

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt. Sie erledigen eine Vielzahl von Aufgaben, darunter Differentiation und Integration (Funktionen der Differentialrechnung), Entkopplung von vorgespannten Schaltungen, Phasenverschiebung von Spannungen zur Kompensation von Leistungsverlusten und Speicherung von Ladung für den temporären Gebrauch.

Und dann gibt es all die Dinge, für die man keine Kapazität wünscht, mit denen man aber trotzdem umgehen muss, weil Kapazität eine physikalische Größe ist und nicht nur bei Geräten auftritt, die sie explizit spezifizieren. Dazu gehören beispielsweise Signalübersprechen, Beeinträchtigung der Eingangs- und Ausgangsimpedanz, Rauschen, Empfindlichkeit gegenüber akustischen Vibrationen usw.

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Veröffentlichungsdatum: 23. Januar 2026